Hannah erzählt von zwei Fluchten, einem baufälligen Haus in Saksahan und der Suche nach einem Ort ohne Beschuss. Als wir sie besuchen, um mit ihr über die neuen Fenster in ihrem Haus zu sprechen, wird schnell klar, wie viel Verlust, Angst und Erschöpfung hinter diesem neuen Zuhause liegen. Was neue Fenster für eine Familie bedeuten können, die bereits zweimal alles zurücklassen musste.

Referentin Humanitäre Hilfe
Drei meiner Freundinnen und Kolleginnen aus Kyjiw erzählen, wie sie die Nacht des russischen Angriffs am 24. Mai erlebt haben: im Flur der eigenen Wohnung, in der überfüllten Metro, zwischen zerstörten Fenstern, ausgebrannten vertrauten Orten und der Erschöpfung danach. Was hinter den Zahlen in den Nachrichten steht – und warum russischer Terror niemals zur Normalität werden darf.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Was bedeutet Alltag in der Ukraine, wenn Treffen mit Freunden, Cafebesuche und Arbeitstage neben Luftalarm, Explosionen und Nächten im Flur stattfinden? In Dnipro beginnt ein scheinbar normaler Sonntag im Café und endet mit Shahed-Drohnen, ballistischen Raketen und brennenden Wohnhäusern. Am nächsten Morgen geht der Alltag weiter, während die Schäden beseitigt und die Zahlen des Angriffs bekannt werden.

Referentin Humanitäre Hilfe
Heute ist der 18. März. Zum ersten Mal in vier Jahren Krieg hat die Ukrainische Eisenbahn den Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Strecke Poltawa–Charkiw eingestellt.

Projektleiterin bei WBWU in Charkiw
Wie viele ukrainische Frauen sich derzeit in russischen Gefängnissen befinden, ist nicht bekannt. Die Generalstaatsanwaltschaft hat laut eigenen Angaben über 4.000 Fälle illegaler Inhaftierungen eingeleitet - etwa 15.000 Zivilist*innen sind davon betroffen. Doch diese Zahlen spiegeln nicht das wahre Ausmaß russischer Gefangennahme wider.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Wie laufen medizinische Evakuierungen ab? Welche Ängste haben Menschen, und warum zögern viele die Entscheidung zur Flucht hinaus? Eine Sanitäterin erklärt, wie Unterstützung und Fürsorge den Glauben an die Zukunft wiederherstellen können.

Sanitäterin der Stiftung „Angels of Salvation“
Wenn Politiker in Friedensverhandlungen über besetzte Gebiete sprechen, tun sie so, als wären das leere Flächen. Aber dort leben Millionen Ukrainer*innen und Ukrainer. Diese Menschen stecken in einer Grauzone fest, ohne irgendein Mittel, ihre Rechte, ihre Freiheit, ihr Eigentum, ihr Leben, ihre Kinder oder ihre Angehörigen zu schützen.

Ukrainische Menschenrechtsanwältin und Leiterin des Center for Civil Liberties
Ich sitze auf dem Beifahrersitz neben meiner Freundin Ivanka. Plötzlich sagt sie: „Schnall dich nicht an.“ Ich lache. „Ist das ein neues Gesetz in Charkiw?“ Sie antwortet ernst: „Es kommt darauf an, wovor du mehr Angst hast – vor einem Unfall oder davor, bei einem russischen Drohnenangriff nicht rechtzeitig aus dem Auto zu kommen.“ Wir lachen. Aber wir schnallen uns nicht an.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Bohdan Ziza ist ein ukrainischer Künstler aus Jewpatorija auf der besetzten Halbinsel Krim. Im Mai 2022 protestierte er gegen die russische Vollinvasion der Ukraine, indem er die Türen der Besatzungsverwaltung mit blau-gelber Farbe übergoss. Dafür verurteilte ihn Russland rechtswidrig zu 15 Jahren Haft.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Russland greift systematisch die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine an. Angriffe auf Kraftwerke und Umspannwerke verursachen massive Strom-, Heizungs- und Wasserausfälle und treffen gezielt die Zivilbevölkerung. Allein in Kyjiw sind rund 60.000 Haushalte ohne Strom, bei einer Außentemperatur von -15 Grad.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit