Was bedeutet Alltag in der Ukraine, wenn Treffen mit Freunden, Cafebesuche und Arbeitstage neben Luftalarm, Explosionen und Nächten im Flur stattfinden? In Dnipro beginnt ein scheinbar normaler Sonntag im Café und endet mit Shahed-Drohnen, ballistischen Raketen und brennenden Wohnhäusern. Am nächsten Morgen geht der Alltag weiter, während die Schäden beseitigt und die Zahlen des Angriffs bekannt werden.

Referentin Humanitäre Hilfe
Wie laufen medizinische Evakuierungen ab? Welche Ängste haben Menschen, und warum zögern viele die Entscheidung zur Flucht hinaus? Eine Sanitäterin erklärt, wie Unterstützung und Fürsorge den Glauben an die Zukunft wiederherstellen können.

Sanitäterin der Stiftung „Angels of Salvation“
Ich sitze auf dem Beifahrersitz neben meiner Freundin Ivanka. Plötzlich sagt sie: „Schnall dich nicht an.“ Ich lache. „Ist das ein neues Gesetz in Charkiw?“ Sie antwortet ernst: „Es kommt darauf an, wovor du mehr Angst hast – vor einem Unfall oder davor, bei einem russischen Drohnenangriff nicht rechtzeitig aus dem Auto zu kommen.“ Wir lachen. Aber wir schnallen uns nicht an.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Russland greift systematisch die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine an. Angriffe auf Kraftwerke und Umspannwerke verursachen massive Strom-, Heizungs- und Wasserausfälle und treffen gezielt die Zivilbevölkerung. Allein in Kyjiw sind rund 60.000 Haushalte ohne Strom, bei einer Außentemperatur von -15 Grad.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Die jüngsten Angriffe auf Wohngebäude in Dnipro zeigen, warum humanitäre Unterstützung für die betroffene Zivilbevölkerung weiter dringend notwendig ist.

Referentin Humanitäre Hilfe
Dariia Khlebnikova arbeitet als Projektleiterin bei unserer Partnerorganisation WBWU. In einem bewegendem Erfahrungsbericht berichtet sie über die nächtlichen russischen Angriffe auf ihre Heimatstadt Charkiw.

Projektleiterin bei WBWU in Charkiw