Wenn Politiker in Friedensverhandlungen über besetzte Gebiete sprechen, tun sie so, als wären das leere Flächen. Aber dort leben Millionen Ukrainer*innen und Ukrainer. Diese Menschen stecken in einer Grauzone fest, ohne irgendein Mittel, ihre Rechte, ihre Freiheit, ihr Eigentum, ihr Leben, ihre Kinder oder ihre Angehörigen zu schützen.

Ukrainische Menschenrechtsanwältin und Leiterin des Center for Civil Liberties
Ich sitze auf dem Beifahrersitz neben meiner Freundin Ivanka. Plötzlich sagt sie: „Schnall dich nicht an.“ Ich lache. „Ist das ein neues Gesetz in Charkiw?“ Sie antwortet ernst: „Es kommt darauf an, wovor du mehr Angst hast – vor einem Unfall oder davor, bei einem russischen Drohnenangriff nicht rechtzeitig aus dem Auto zu kommen.“ Wir lachen. Aber wir schnallen uns nicht an.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Russland greift systematisch die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine an. Angriffe auf Kraftwerke und Umspannwerke verursachen massive Strom-, Heizungs- und Wasserausfälle und treffen gezielt die Zivilbevölkerung. Allein in Kyjiw sind rund 60.000 Haushalte ohne Strom, bei einer Außentemperatur von -15 Grad.

Referentin Öffentlichkeitsarbeit
Durch tiefes Ausruhen, körperorientierte Praktiken und ehrliche Gespräche stärkten wir unser Team und unterstützten Fachkräfte an der Front, die mit Veteran:innen, zurückgekehrten Kriegsgefangenen und Familien von Vermissten arbeiten. Selbstfürsorge, Sicherheit und Verbundenheit standen dabei im Mittelpunkt.

Stellvertretende Geschäftsführung & Leitung MHPSS
Die jüngsten Angriffe auf Wohngebäude in Dnipro zeigen, warum humanitäre Unterstützung für die betroffene Zivilbevölkerung weiter dringend notwendig ist.

Referentin Humanitäre Hilfe
Dariia Khlebnikova arbeitet als Projektleiterin bei unserer Partnerorganisation WBWU in Charkiw. Im folgenden Erfahrungsbericht hat sie ihre Erfahrungen der nächtlichen Angriffe durch die russische Armee aufgeschrieben.

Projektleiterin bei WBWU in Charkiw
Seit dem Mittag sitzen wir in Charkiw zusammen. Meine Großtante Valentina, ihr Ehemann Boris und ihr Sohn Jurii, mein Cousin. Wir sitzen in ihrer Zweizimmerwohnung, im Stadtteil Saltiwka.

Referentin Humanitäre Hilfe
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind Millionen Menschen geflohen. Die Entscheidung, das eigene Zuhause möglicherweise für immer zu verlassen, fällt den Menschen alles andere als leicht. Selbst dann, wenn das Heimatdorf täglich mit Raketen beschossen wird, wie das Beispiel von Volodymyr zeigt.

Referentin Humanitäre Hilfe