Eine Tasse Tee ersetzt kein Fenster
An der Berufsschule Samar in der ukrainischen Region Dnipropetrowsk lassen sich viele Fenster nicht mehr schliessen, weshalb LIBERECO gemeinsam mit RE-WIN und Angels of Salvation sie im Rahmen des Projekts Windows for Ukraine durch hochwertige gebrauchte Fenster aus der Schweiz ersetzt. Warme, nutzbare Räume schaffen die Grundlage dafür, dass junge Menschen sich sicher fühlen, ihr Handwerk erlernen und sich eine Zukunft aufbauen können.

Alex Valin
Projektmitarbeiter Ukraine & Kommunikation

Wie gebrauchte Fenster aus der Schweiz die Berufsschule Samar wärmer machen
Ein Fenster mag auf den ersten Blick wie eine Kleinigkeit erscheinen. Wenn es sich jedoch nicht mehr richtig schliessen lässt und die Temperaturen im Winter sinken, kann es darüber entscheiden, ob ein Raum überhaupt noch nutzbar ist.
Genau das ist an der Berufsschule Samar in der Region Dnipropetrowsk der Fall: Viele Fenster lassen sich nicht mehr schliessen, und kalte Luft dringt ungehindert in die Unterrichtsräume. Damit der Unterricht auch im Winter weitergehen kann, müssen sie dringend ersetzt werden. Gemeinsam mit unseren Partnern Angels of Salvation und RE-WIN unterstützt LIBERECO die Schule dabei, sie durch hochwertige gebrauchte Fenster aus der Schweiz zu ersetzen.

Einige der neuen Fenster wurden bereits in das neu eingerichtete Ausbildungslabor für angehende Konditoren eingebaut. Dort lernen die Auszubildenden ihr Handwerk und bereiten Speisen auf Elektroherden zu. Die neuen Fenster halten den Raum wärmer und lassen sich leicht öffnen, sodass das Labor während des praktischen Unterrichts endlich richtig belüftet werden kann.
Doch funktionierende Fenster sind nicht nur im Unterrichtszimmer wichtig.
Die stellvertretende Schulleiterin arbeitet ausserdem als praktische Psychologin und bietet Beratungsgespräche für Lernende, Lehrpersonen, Mitarbeitende und Eltern an. Das Fenster in ihrem Beratungszimmer ist jedoch alt und stark beschädigt. Es lässt sich nicht mehr richtig schliessen und im Winter wird es im Zimmer bitterkalt.
«Die Leute kommen hierher, um sich zu unterhalten, Unterstützung zu finden, sich zu entspannen und manchmal auch, um sehr persönliche Erfahrungen zu teilen», sagt sie. «Aber es ist schwer, ein Gefühl der Ruhe und Geborgenheit zu schaffen, wenn jemand da sitzt und friert.»
Oft kocht sie heissen Tee oder Kaffee, damit sich ihre Gäste aufwärmen können. Das ist eine kleine Geste der Fürsorge. Doch eine Tasse Tee kann kein funktionierendes Fenster ersetzen. Ein neues Fenster würde den Raum wärmer und ruhiger machen und so die Privatsphäre und das Gefühl der Sicherheit schaffen, die für diese Gespräche wichtig sind – besonders in einer Zeit, in der so viele Menschen eine schwere Last zu tragen haben.

Die im Konditorlabor bereits eingebauten Fenster beweisen, dass ausgetauschte Fenster einen echten Unterschied machen können. Die Lernenden können ihr Handwerk nur erlernen und üben, wenn die Räume nutzbar sind, in denen sie ausgebildet werden. Sie können sich nur konzentrieren und weiterentwickeln, wenn sie sich sicher und unterstützt fühlen. Warme Unterrichtsräume und ein ruhiger Ort zum Reden sind daher mehr als nur Annehmlichkeiten. Sie bilden die Grundlage für praktische Fähigkeiten, Qualifikationen und letztlich für den Lebensunterhalt. Schritt für Schritt wird die Schule zu einem wärmeren, einladenderen Ort, an dem junge Menschen eine Zukunft für sich selbst und ihre Gemeinschaften aufbauen können.
Im Rahmen unseres Projekts «Windows for Ukraine» erhalten intakte, gebrauchte Fenster aus der Schweiz in ukrainischen Privathaushalten und öffentlichen Gebäuden ein zweites Leben. RE-WIN koordiniert die Sammlung in der Schweiz, LIBERECO unterstützt den Transport in die Ukraine, und unser lokaler Partner Angels of Salvation organisiert den Einbau.
Wir möchten uns ganz herzlich bei unserem Finanzierungspartner Siemens Caring Hands e.V. bedanken!
