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Wo Generationen sich begegnen

Wo Generationen sich begegnen

Rund um Bakota liegen die Dörfer weit von den nächsten Städten entfernt, und ebenso weit vom Radar humanitärer Hilfe. Ein von LIBERECO unterstütztes Projekt der NGO Territory bringt Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheims dort mit Kindern aus der Umgebung zusammen.

In den ländlichen Gemeinden rund um Bakota richtet die Entfernung stillen sozialen Schaden an. Die Städte sind weit entfernt und humanitäre Hilfe sowie Menschenrechtsarbeit erreichen diese Orte nur selten. Am stärksten spüren das zwei Gruppen: Seniorinnen und Senioren in den Pflegeheimen, unter ihnen Menschen mit Behinderungen und Binnenvertriebene, sowie die Kinder aus den umliegenden Dörfern, denen ausserhalb des Unterrichts kaum ein Ort offensteht. Beide Gruppen leben isoliert. Gerade junge Menschen aber brauchen Räume, in denen sie über die Schule hinaus Kontakte knüpfen und sich entfalten können.

Die Partnerorganisation NGO Territory adressiert diese Bedürfnisse mit ihrem Projekt.

Verbindung, die mit den Händen entsteht

Das Besondere an Territorys Arbeit ist der Weg, auf dem diese Verbindung zustande kommt. Sie erfolgt nicht über Worte, sondern über das gemeinsame Gestalten. Eine geteilte Aufgabe leistet die Beziehungsarbeit, die sich im Gespräch nicht erzwingen lässt: zwei Menschen, die Seite an Seite ein Muster auf Stoff stempeln, oder ein Kind, das die Tasse hält, wenn die Griffkraft nachlässt. Das Gespräch kommt erst danach, aber es fliesst gerade deshalb so leicht, weil es auf das Tun folgt.

Ein Anlass, für den es sich lohnt, sich schick zu machen

Laut Territory sei die erste Sitzung von Distanz geprägt gewesen. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims sassen Seite an Seite mit den Kindern und niemand wusste so recht, was auf ihn zukommen würde. Bei den jüngsten Treffen war der Wandel dann deutliche sichtbar. Teilnehmende, die sich zuvor zurückgehalten hatten, eilten zur Tür, um das Organisationsteam zu begrüssen, und zählten die Tage bis zum nächsten Besuch. Pflegepersonal und Lehrkräfte beobachteten unabhängig voneinander dieselbe Veränderung.

Am meisten sagt dabei das kleinste Detail aus: Die Bewohnerinnen und Bewohner begannen, sich vor den Besuchen schick zu machen. In einem Alltag mit wenig Abwechslung waren die Workshops zu einem Anlass geworden, den es zu feiern galt.

Eine Freundschaft, die den Workshop überdauert

Unter ihnen eine Bewohnerin, die ihr Bein verlor, als eine Rakete ihr Haus im Osten des Landes traf. Sie lebt jetzt an einem sichereren Ort, doch da ihre Enkelkinder weit weg sind, sehnt sie sich nach ihrer Gesellschaft. Bei diesen Treffen hat sie Gesellschaft gefunden. Sie freundete sich mit zwei der Schulkinder an, die dann ganz von selbst beschlossen, sie auch nach der Schule zu besuchen, um einfach nur beisammenzusitzen, zu plaudern oder für sie zu singen. Für LIBERECO ist genau das der Kern dessen, was Territory erreicht hat.

Dank der Kernfinanzierung durch unsere Spenderinnen und Spender ist LIBERECO in der Lage, lokal geführte Projekte, wie jenes von Territory im Rahmen der im November 2025 lancierten Ausschreibung «Humanitarian Action x Human Rights», zu unterstützen. Ihre Spende trägt dazu bei, diese und weitere Projekte zu ermöglichen und dadurch lokal geführte Initiativen zu stärken.

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