Für viele Kinder in der Ukraine bedeutet eine „normale“ Kindheit heute: ganze Nächte im Luftschutzbunker verbringen, Schulunterricht online oder in Kellerräumen, ständiger Fliegeralarm, wiederholte Umzüge und dauerhafte Anspannung. Durch die anhaltenden Angriffe auf Städte und zivile Infrastruktur wachsen Kinder in einem permanenten Ausnahmezustand auf – mit gravierenden Folgen für ihre Gesundheit und Entwicklung.
Anlässlich des Internationalen Kindertags laden wir dich zu einer Online-Diskussion zur Verletzung von Kinderrechten im Krieg und den Perspektiven junger Menschen aus der Ukraine ein. Unsere Gäste berichten aus erster Hand von ihrem Alltag, von Schutzräumen, von Entwicklung und von Zukunftsperspektiven im Krieg.
Zu Gast sind:
Stasy Kucheriavenko, Oberstufenschülerin, berichtet, warum sie regelmäßig den Uyava Teen Hub besucht und wie ihr Alltag in Charkiw aussieht. Der Hub ist ein Raum für Jugendliche aus Charkiw und der Region, der Jugendlichen, die von Flucht, Distanzunterricht und zerbrochenen Freundeskreisen betroffen sind, neue Möglichkeiten für Begegnung, kreative Entfaltung, psychosoziale Unterstützung und Selbstbestimmung bietet.
Malgorzata Biczyk ist Program Officer Ukraine bei unserer Partnerorganisation „Terre des Hommes“, mit der wir gemeinsam Projekte in der Ostukraine umsetzen. Sie ordnet die Situation ukrainischer Kinder in einen breiteren kinderrechtlichen Kontext ein und spricht darüber, wie internationale Unterstützung Kinder in Kriegsgebieten stärken kann.
Dasha Hlebnikova, Projektmanagerin von „We are brothers – we are Ukrainians“ in Charkiw, berichtet über ein Kinderzentrum in einem Keller in Saltivka – einem der am stärksten zerstörten Stadtteile der Stadt. Dort haben Kinder mitten im Krieg die Möglichkeit, zu spielen, zu lernen und kreativ zu sein.
Kira Bozhevska von „Angels of Salvation“ spricht über die Arbeit eines Kinderzentrums in Dnipro: Wie sieht der Alltag der Kinder dort aus, welche Angebote gibt es und wie versucht das Team, während des andauernden Krieges Schutz, Struktur und Zuversicht zu geben?
Moderation: Dr. phil. Imke Hansen, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin des MHPSS-Departments bei LIBERECO.
Gemeinsam wollen wir fragen: Was bedeutet Kindheit im Krieg konkret? Welche Rechte von Kindern werden verletzt – und wie können lokale Initiativen und internationale Partner dazu beitragen, dass Kinder trotz des Krieges sichere Orte, Unterstützung und Perspektiven erhalten?
Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Um Anmeldung wird gebeten: www.libereco.org/anmeldung
