
#WeStandBYyou: Neue Patenschaften von Constance Le Grip und Svenja Stadler
Im Rahmen unserer #WeStandBYyou-Kampagne übernehmen Constance Le Grip (Renaissance, Frankreich) and Svenja Stadler (Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Deutschland) eine Patenschaft für Tatsiana Frantskevich, Natallia Labatsevich und Yauhen Krasnianski.
Im Rahmen unserer #WeStandBYyou-Kampagne übernehmen Constance Le Grip (Renaissance, Frankreich) and Svenja Stadler (Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Deutschland) eine Patenschaft für Tatsiana Frantskevich, Natallia Labatsevich und Yauhen Krasnianski.
Tatsiana Frantskevich ist die Mutter des politischen Gefangenen Aliaksandr Frantskevich. Sie wurde gemäss Art. 361-1 des Strafgesetzbuches wegen „Beteiligung an einer extremistischen Vereinigung“ angeklagt. Ihre Schwester Natallia Labatsevich, Mutter des ehemaligen politischen Gefangenen Illia Labatsevich, wurde zusammen mit ihr festgenommen. Die Schwestern wurden zu drei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt.
Constance Le Grip ist Abgeordnete der französischen Nationalversammlung für die Partei Renaissance. Sie bekräftigt ihr Engagement, indem sie die Patenschaft für beide Schwestern übernimmt, und bringt ihre Unterstützung wie folgt zum Ausdruck: „Tatsiana Frantskevich und Natallia Labatsevich, zwei Schwestern, wurden am 19. Juli 2024 zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie angeblich eine ‚extremistische Vereinigung‘ unterstützt hätten, nachdem sie ihre bereits inhaftierten Söhne verteidigt hatten. Ihre Fälle sind symbolisch für die systematische Unterdrückung, der die Zivilgesellschaft in Belarus ausgesetzt ist, wo sogar familiäre Solidarität unter Strafe gestellt wird. Sie wurden aufgrund weit gefasster und missbräuchlicher Bestimmungen des belarusischen Strafgesetzbuchs strafrechtlich verfolgt, allein weil sie ihre Grundrechte ausgeübt haben. Ihnen muss unter allen Umständen die uneingeschränkte Achtung ihrer Grundrechte garantiert werden, ebenso wie all jenen, denen willkürlich die Freiheit entzogen wurde. Ich fordere ihre sofortige Freilassung und ein Ende der Instrumentalisierung der sogenannten „Anti-Extremismus“-Gesetze, die dazu dienen, friedliche Dissidenten zum Schweigen zu bringen und Familien einzuschüchtern.“
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Yauhen Krasnianski wurde wegen soziologischer Forschungen zu COVID in Belarus verurteilt. Am 8. August 2025 befand ihn das Stadtgericht Minsk gemäss zwei Artikeln des Strafgesetzbuches für schuldig. Das endgültige Urteil ergab sich aus der Zusammenlegung der Strafen nach diesen Artikeln. Er wurde gemäss Art. 356 des Strafgesetzbuchs („Staatsverrat“) zu sieben Jahren Haft in einer Strafkolonie mittlerer Sicherheitsstufe sowie gemäss Art. 243-3 („Versicherungsbetrug mit grossem finanziellen Schaden“) zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 25.000 Rubel (6.300 €) verurteilt.
Svenja Stadler ist seit 2013 Abgeordnete des Deutschen Bundestages für die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Es ist ihre erste symbolische Patenschaft für einen politischen Gefangenen in Belarus. Ihr Engagement für eine demokratische Gesellschaft bringt sie wie folgt zum Ausdruck: „Der 43-jährige Soziologe wurde in Belarus zu siebeneinhalb Jahren Haft in einer Strafkolonie sowie zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Allein aus dem Grund, weil er wissenschaftlich zu Covid-19 geforscht hat. Meinungsfreiheit, Forschung und kritische Analysen sind Grundpfeiler jeder demokratischen Gesellschaft. Dass sie kriminalisiert werden, zeigt, wie repressiv das Regime in Belarus gegen unabhängige Stimmen vorgeht.
Die gegen Yauhen Krasniaski erhobenen Anschuldigungen, darunter der schwere Vorwurf des „Hochverrats“, stehen in keinem Verhältnis zu seiner tatsächlichen Tätigkeit als Wissenschaftler. Wer wegen sozialwissenschaftlicher Forschung zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wird, ist kein Verbrecher, sondern ein politischer Gefangener.
Mit meiner Patenschaft möchte ich seinen Fall sichtbar machen und deutlich sagen: Wir schauen hin.
Die internationale Öffentlichkeit darf nicht zulassen, dass Menschen wegen Forschung, Kritik oder ihres Engagements für eine offene Gesellschaft zum Schweigen gebracht werden. Wissenschaftliches Arbeiten, freie Meinungsäusserung und der Wunsch auf demokratische Teilhabe dürfen niemals kriminalisiert werden.“