Der Vortrag handelt darüber, wie Russland Sprache, Bildung und Identität in den besetzten Gebieten der Ukraine verändert. Besonders sichtbar wird das in den Schulen: Kinder werden militarisiert, die ukrainische Sprache wird verboten, und Propaganda dient als Instrument der Russifizierung und der Verdrängung ukrainischer Identität. Die von Russland besetzten Gebiete sind keine leeren Räume — dort leben Menschen.
Der Vortrag von Ira Ganzhorn, Referentin für Humanitäre Hilfe bei Libereco – Partnership for Human Rights, wird auf Deutsch gehalten. Sie erklärt, wie sich dieser Prozess nicht nur auf die Gegenwart, sondern auch auf die Zukunft der Menschen unter Besatzung auswirkt. Es geht dabei nicht nur um die Kontrolle über Territorium, sondern auch um den Versuch, Erinnerung, Bildung und Selbstverständnis zu verändern.
Im zweiten Teil des Abends spielt die Pianistin Kateryna Shyk Musik von Johannes Brahms und Borys Lyatoshynskyi. Auf dem Programm stehen zwei Werke von Brahms und Präludien von Lyatoshynskyi. Dieser Teil ist Teil des Projekts CODE — einer Initiative zur Förderung ukrainischer klassischer Musik in Europa und weltweit.
Kateryna-Sophia Shyk ist eine ukrainische Pianistin aus Odesa, die in Frankfurt am Main lebt und sich dafür einsetzt, ukrainische Klaviermusik in Europa sichtbarer zu machen. In ihrem kurzen einleitenden Wort spricht sie auf Englisch – mit Übersetzung ins Deutsche. Mit dem Projekt CODE möchte sie die ukrainische klassische Musik international stärker bekannt machen.
Eintritt frei